Sonntagskrimi Straßenschauer

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Teil 2

Während ich so mein Frauchen beobachtete, wie sie hektisch auf und ab ging, dachte ich mir nur, wie gestresst sie wirkte. Warum regte sie sich überhaupt auf? Es war ja nicht so, als würde die Welt zusammenbrechen. Überhaupt hatte sie über die Jahre hinweg immer seltsamere Angewohnheiten angenommen. Neuerdings verrenkt sie sich so eigenartig. Warum machen die Menschen uns Tiere immer mehr nach? Wieso würden sie es sonst „den Hund“ oder „die Katze“ nennen? Eigentlich ist es witzig. Sie zahlen ihr Leben lang, um sich langsam aber sicher wieder in Tiere zu verwandeln. Mein Frauchen schwitzt neuerdings bei 40 Grad in kleinen Räumen. Und alles ist neuerdings Hot. Hot Yoga, Hot Sweat. Sie zahlen um zu schwitzen. Gott was bin ich froh, dass ich schon als Hund geboren wurde und nicht noch dafür zahlen muss. Mich gibt es auch in der Hot variante. Hot Dog. Aber warum das so heißt, weiß wiederum nur der Zweibeiner, der den Namen damals erfunden hat. Jetzt aber war sie gestresst. Ich sah sie auf mich zukommen, aber wer war der Kerl hinter ihr?

Fortsetzung folgt …

Kurzgeschichten

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Sonntagskrimi- Straßenschauer Teil 1

Während sie an den Autos vorbeilief, noch gutgelaunt von dem Treffen mit ihren Freundinnen, überkam es sie: Wo waren alle Menschen auf einmal hin? Sie war unterwegs in einer Familiengegend. Hier wohnten Ärzte, Anwälte, Familien (mit Ausrufezeichen). Die Häuser waren weiß getüncht. Normalerweise war doch immer jemand mit dem Hund unterwegs. Es war komisch, aber der Mann, der sie im Café angesprochen hatte, war so unscheinbar gewesen, dass sie es gar nicht bemerkte, als er hinter ihr aufgetaucht war. So schnell sie konnte kramte sie in ihrer Tasche nach einem Schlüssel und eilte auf den nackten Straßen zu ihrem Auto.

Fortsetzung folgt …